GeSa Best Talents – Begabtenförderung
- Ausgangslage und Zielsetzung
An unserer Gesamtschule verstehen wir Vielfalt als Chance. Dabei berücksichtigen wir sowohl die Bedürfnisse von Schülerinnen und Schülern mit Unterstützungsbedarf als auch von besonders leistungsstarken und begabten Jugendlichen. Ziel unserer Schule ist es, die individuelle Förderung leistungsstarker Schülerinnen und Schüler systematisch zu stärken, ihre Potenziale weiterzuentwickeln und ihnen neue Lernräume zu eröffnen.
Die Teilnahme am GeSa-Best Talents -Programm wird auf den Zeugnissen vermerkt.
- Zielgruppe
Das Projekt richtet sich an:
- Schülerinnen und Schüler mit besonderen Begabungen bzw. überdurchschnittlichen Leistungen in bestimmten Fachbereichen
- Lernende mit hoher Motivation und Eigeninitiative
- Schülerinnen und Schüler, die zusätzliche Herausforderungen suchen
- Förderkonzept: Projekte & Drehtürmodell
Die Umsetzung erfolgt auf zwei zentralen Säulen:
- a) Projektorientiertes Arbeiten
Leistungsstarke Schülerinnen und Schüler erhalten die Möglichkeit, an selbstgewählten oder vorgegebenen Projekten zu arbeiten, z. B.:
- Fachspezifische Vertiefungsprojekte (z. B. in MINT, Sprachen)
- Teilnahme an Wettbewerben (z. B. „Jugend forscht“, Mathe-Olympiade, Big Challenge)
- Wissenschaftspropädeutisches Arbeiten (z. B. Mini-Facharbeiten, eigene Forschungsfragen)
Diese Projekte fördern selbstgesteuertes Lernen, Kreativität, Problemlösefähigkeiten und fachliche Vertiefung.
- b) Drehtürmodell
Im Rahmen des Drehtürmodells verlassen ausgewählte Schülerinnen und Schüler für bestimmte Stunden den regulären Unterricht, um an individuellen Förderprojekten oder bereits im Unterricht höherer Jahrgangsstufen zu arbeiten. Dabei wird:
- mit einer Lehrkraft oder einem Coach eine Zielvereinbarung getroffen
- der Fortschritt regelmäßig dokumentiert und reflektiert
Das Modell ermöglicht flexibles und personalisiertes Lernen, ohne dass die Schüler dauerhaft aus dem Klassenverband herausgelöst werden. Die Schülerinnen und Schüler werden von Lerncoaches begleitet.
- Organisation & Umsetzung
- Auswahl der teilnehmenden Schüler durch Schulleitung, Fachlehrkräfte in Absprache mit Klassenleitungen, ggf. unter Einbezug von Diagnostik, Grundschulempfehlungen und Eltern
- Das Programm startet nach einer Einführungsphase im 5. Jahrgang ab Klasse 6
- Einführungsgespräche, Interessenabfrage und Zielvereinbarungen mit den Teilnehmenden
- Dokumentation der Arbeit z. B. in Lerntagebüchern oder Portfolios
- Präsentation der Ergebnisse im Rahmen schulischer Veranstaltungen (z. B. Projekttage, Ausstellungen, Tag der offenen Tür)
- Begleitung durch Mentorinnen und Mentoren aus dem Kollegium
- Evaluation
- Rückmeldung durch die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler (z. B. Fragebögen, Feedbackgespräche)
- Evaluation der Projekte durch betreuende Lehrkräfte
- Regelmäßige Überprüfung der Zielerreichung
- Ausblick
Das Projekt trägt zu einer Kultur der Begabungsförderung an unserer Schule bei. Perspektivisch sind auch weitere Kooperationen mit außerschulischen Partnern (z. B. Hochschulen, Unternehmen, Kulturinstitutionen) geplant, um besonders interessierten Schülern weitere Lernchancen zu eröffnen. Dabei greift unsere Schule auf bereits bestehende Kooperationen mit Bildungseinrichtungen und Hochschulen zurück.